Das perfekte Shootingwetter

Ja, das perfekte Wetter… eines der Themen, über die vermutlich am häufigsten Geredet wird. Sonnige 30°C oder ein trüber Novembertag mit Nieselregen? Regen, Sonne, Wolken, Wind,… Gibt es denn das perfekte Wetter? Ich denke, oft ist die Frage eher: „Wofür sollte das Wetter perfekt sein?“ Strahlender Sonnenschein ist perfekt für einen Tag am Badesee, aber um mit meinen Ponys zu arbeiten kann ich 35°C im Schatten nicht gebrauchen.
So, wie ist das nun in der Tierfotografie? Oft werde ich gefragt, wie das denn ist, wenn am ausgemachten Shootingtag schlechtes Wetter ist. Und natürlich muss ich gestehen, dass es auch nicht mein Traum ist bei strömendem Regen zu fotografieren. Obwohl die Regentropfen eine tolle Bildstimmung zaubern können und oft hat man vor oder nach dem Regen oder sogar Gewitterschauer ganz atemberaubende Lichtsituationen durch die dunklen Wolken. Manchmal lohnt es sich mutig zu sein.

Noch ist es in jedermanns Kopf, dass Sonne wohl das beste Fotowetter ist. Da möchte ich ganz klar widersprechen! Wo strahlender Sonnenschein ist, sind harte Schattenzeichnungen vorprogrammiert. Was nicht bedeuten soll, dass man bei Sonne keine guten Bilder machen kann. Aber es ist dann wichtig, ein schattiges Plätzchen zu suchen. Hier eignen sich zum Beispiel Wandränder, große Bäume oder man nutzt die Gelegenheit um Bilder vor schwarzem Hintergrund im Scheuneneingang zu machen. 

Jetzt fragst du dich vielleicht warum denn dann alle immer von der Sonne schwärmen? Und natürlich gehören die sonnigen Tage sehr wohl zu den Lieblingen der Fotografen. Denn so gruselig das harte Mittagslicht sein kann, so zauberhaft sind die frühen Morgenstunden mit Sonnenaufgängen und das warme, weiche Licht im Sonnenuntergang. Im Sommer klingelt der Wecker ziemlich früh, wenn ein Shooting für den Sonnenaufgang geplant ist, denn dann stehen wir schon vor Sonnenaufgang an der Location parat und warten auf die ersten Strahlen. Aber ich kann dir versprechen, es hat sich bis jetzt immer gelohnt. Die aufgehende Sonne hat einfach etwas Magisches.

Die meisten Kunden entscheiden sich dann doch lieber für die Sonnenuntergangszeit, die natürlich für alle Morgenmuffel wie mich auf den ersten Blick verlockender ist. In beiden Lichtsituationen arbeiten wir ganz viel mit dem Gegenlicht. Das heißt die Sonne scheint beim Shooting in deinem Rücken. Dadurch entstehen diese wunderschönen leuchtenden Haare, Mähnen und Streiflichter. Es gibt mehrere Möglichkeiten diese Lichtsituation zu nutzen. Zum einen auf freiem Feld mit ungestörtem Blick zum Horizont oder auch hinter einem Heckenstreifen oder kleinen, lichten Wäldchen. Hier bricht sich das Licht in den Blättern und Ästen und ergibt dadurch einen wunderschönen Hintergrund.

Wenn nun aber ein paar Wolken den Himmel bedecken, musst du wirklich keine Angst haben, dass die Bilder deshalb grau und trist werden. Denn oft ist es sogar ein großer Vorteil und gibt viel mehr Spielraum was die Locationwahl angeht. Die Wolken vor der Sonne wirken wie ein großer Diffusor. Sie filtern das Sonnenlicht und heraus kommt ein ganz gleichmäßiges, softes Licht. Da kann der Novembertag noch so grau und trist erscheinen, die Bilder werden trotzdem strahlen. Denn je nach Location, können wir bunte Farben integrieren oder auch einen wunderbaren Ton-in-Ton-Look erstellen.

Na, was ist denn nun dein perfektes Shootingwetter? Ich bin ehrlich, ich kann mich nicht entscheiden! Jeder Tag ist anders, jeder Sonnenaufgang unverwechselbar und genau das macht es doch so spannend. Natürlich finden wir einen Ersatztermin, wenn das Wetter so gar nicht deinen Vorstellungen entspricht, aber ich hoffe, ich konnte dir aufzeigen, dass es eigentlich kein schlechtes Wetter zum Fotografieren gibt und du dir in dieser Hinsicht keine Sorgen machen musst. Ich versuche gerne für dich den Wettergott zu bestechen, aber ob das gelingt, steht in den Sternen.

 

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